Obsterlebnistag 2010

(Artikel im Mitteilungsblatt vom 08.10.2010)

Zahlreiche Besucher konnte der Heimatverein Filsen beim Obsterlebnistag 2010 in der Filsener Gemarkung begrüßen. Trotz dunklen Wolken am Himmel blieb der Regen in der „Perle am Mittelrhein“ aus und trug so zum Gelingen des Festes bei.

Die festlich gedeckten Tische waren schnell besetzt und die Gäste ließen sich den selbstgemachten Kuchen schmecken. Die ersten Flaschen des 2010er Kirschweins „Wachportwein “ und der selbstgemachten Liköre wurden bereits am Tisch geöffnet.

Reissenden Absatz fand auch der über den ganzen Nachmittag der frisch gekelterte Apfelsaft aus heimischen Äpfeln.

Der Jugendrat unterstützte die Veranstaltung beim Verkauf von heimischem Obst und Marmeladen. Für die jungen Gäste, die sich gerne in der Strohburg aufhielten, wurde außerdem Kinderschmicken angeboten.

Die Erwachsenen erfuhren viel Wissenswertes über die Obstbaugeschichte im Rheinbogen und konnten sich an einer Traktoren-Ausstellung von Holder Knickschleppern der A- Serie erfreuen.

Traktorenausstellung
Traktorenausstellung

Höhepunkt des Nachmittags war das „Spruddel’sche“- Rennen (Hochdeutsch: Einachser-Rennen) mit vier einheimischen Rennteams.

Torsten „Ebel“ White und Dieter „Ecclestone“ Roos hatten einen anspruchsvollen Rundkurs mit  kleinen Übungen ausgewiesen, den die Teilnehmer in kürzester Zeit durchfahren mussten.

Landrat Günter Kern war der Einladung zum Obsterlebnistag gerne gefolgt und nahm mit der Unterstützung eines professionellen Fah¬rers, Hartmut Kup, auf einem Irus-Gespann Platz. Doch die Tücken der einfachen Technik machten dem Team einen Strich durch die Rech¬nung. Während moderne Dienstwagen über Automatik und Einspritzung verfügen, war hier das Öffnen des Benzinhahns unabdinglich für einen Sieg. Auch eine schnelle zweite Runde, in der Landrat Kern sichtlich um Haltung bemüht war, konnte keine Resultatsverbesserung bewirken. Das Hako-Team mit Gottfried Hellbach und Enkel Daniel Bode bewies, dass das Alter kein Hindernis für ein erfolgreiches Rennen ist. Der dritte Platz war der Lohn für eine fehlerfreie Fahrt durch den Parcour.

Das Team des Heimatvereins (Bernd Fuchs u. Dirk Platt) war mit seinem restaurierten „Irus 300“ sehr  zuversichtlich ins Rennen gegangen, musste aber feststellen, dass die alte Technik nicht „hochgeschwindigkeits“-fest ist. Untertourig absolvierte man die zweite Runde und landete auf dem zweiten Platz.

Das zweite Hako-Team mit dem amtierenden KCF Prinz Alex und „Co“ Gerhard Hewel wurde anfänglich aufgrund seiner Aufmachung und der in der Vergangenheit gezeigten Fahrkünste belächelt. Man erwartete eine Spazierfahrt in Schrittgeschwindigkeit mit lauten Helau-Rufen und Werfen von „Kamellen“.

Aber schnell war klar, das Prinz Alex nicht daran dachte, seine erfolgreiche Fassnachts- Session durch eine Niederlage beim Spruddel’sche Rennen untergraben zu lassen. Eine schnelle und fehlerfreie Fahrt bescherte den beiden Narren den Platz ganz oben auf dem Siegerpodest.

Die Sieger in Aktion

Die anschließende Siegerehrung wurde von Landrat Günter Kern vorgenommen. Mit einer Siegerrunde des KCF /Hako Teams unter dem Beifall der Zuschauer fand die gelungene Veranstaltung ihren Abschluss.