Tote beim Bombenangriff am 20. Juli 1944

Das einzige bekannte Foto von den Ereignissen am 20. Juli 1944 in Filsen. Wenige Tage nach der Beisetzung der zehn Todesopfer hatten die Filsener das Massengrab auf dem Friedhof liebevoll mit Blumen hergerichtet.


Bombenangriff jährte sich zum 70. Mal

Historie
Der Filsener Stammtisch zur Geschichte gedachte der Todesopfer vom 20. Juli 1944

aus: Rhein-Lahn-Zeitung vom 31. Juli 2014, von Alfred Neckenich

M Filsen. Fliegeralarm am 20. Juli 1944. Es gab Tote und Verletzte. Jetzt setzte sich der Filsener Geschichte-Stammtisch aus Anlass des 70. Jahresstags mit den Geschehnissen im Sommer 1944 auseinander.
Die zunehmenden Fliegerangriffe im Frühjahr und Sommer des Jahres 1944 hatten die Menschen in dem kleinen Rheindorf schon entsprechende Vorsorge treffen lassen. Alte Gewölbekeller dienten als Schutzräume. Das Lehrerwohnhaus in der Schulstraße war von den staatlichen Planern schon 1938 mit einem gasdichten Schutzkeller ausgestattet worden.

Das Sirenengeheul am Vormittag des 20. Juli galt einer Flotte von 460 B-24-Bombern des Typs „Liberator“ der 8. US Air Force, die über den Rhein hinweg flogen, um Ziele in Erfurt, Eisenach und Gotha anzugreifen. Ausweislich der Dokumentation „Der Luftkrieg im Raum Koblenz 1944/45“ von Helmut Schnatz war die Wetterlage im Osten allerdings derart schlecht, dass nur etwa die Hälfte der Flugzeuge ihre tödliche Fracht dort abwerfen konnte. Die Einsatztaktik der Lufteinheiten sah für diesen Fall vor, dass kleinere Verbände auf dem Rückflug Gelegenheitsziele, vorrangig Verkehrseinrichtungen, zu bekämpfen hatten. Eine Gruppe von sechs Liberators hatte beim Überflug über den Rhein in Höhe Filsen und Boppard offensichtlich einige Rheinschiffe und die rechtsrheinische Eisenbahnstrecke ausgemacht und um 12.11 Uhr ihre Bomben auf diese Ziele abgeworfen. Mehrere Schiffe wurden getroffen und sanken, etliche Bomben gingen in Boppard nieder. Und drei Bomben trafen das Dorf Filsen.

Eine Bombe ging im Hof des Hauses Oberstraße 12 nieder. Hierbei kam der 72-jährige Besitzer Anton Geeb zu Tode. Der Filsener Hans Stumm, damals zwölf Jahre alt, hatte mit seiner Familie in einem alten Weinkeller in direkter Nachbarschaft Schutz gesucht. Er erinnert sich, dass unmittelbar nach dem Angriff in Windeseile die Nachricht durchs Dorf ging, dass auch das Schulwohnhaus getroffen worden sei. Bis zum Fliegeralarm hatte noch Unterricht stattgefunden. Mit dem Alarm konnten die Schüler entweder nach Hause laufen oder zusammen mit der Familie des Lehrers und Nachbarn in den erwähnten Schutzkeller flüchten. Hans Stumm: „Alles rannte dorthin, von dem wenige Jahre zuvor erbauten eineinhalb geschossigen Haus war nur noch ein riesiger Trümmerberg zu sehen. Betonklötze, zerrissene Balken, zerstörte Möbel und der weite Umkreis schuttübersät. Mit bloßen Händen versuchten auch wir Kinder Balken, Betonreste und Steine wegzuräumen. Wir hörten Stimmen aus den Trümmern, plötzlich sahen wir, dass ein Junge eingeklemmt war und blutete. Wir buddelten weiter und zogen das ohnmächtig verletzte Kind heraus.“

Aus den Trümmern waren insgesamt neun Tote, darunter fünf Kinder und Jugendliche, zu bergen. Etwa zwölf weitere Menschen konnten teils schwer verletzt gerettet werden. Die Ereignisse versetzten das Dorf in einen regelrechten Schock.

Wenige Tage danach erfolgte die Beisetzung. Die zehn Särge waren auf dem Schulhof, in unmittelbarer Nähe zum Ort des Geschehens aufgebahrt und mit einer Hakenkreuzfahne abgedeckt – die NSDAP hatte auch daraus eine „Veranstaltung“ arrangiert, an deren Ende das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied gesungen wurden. Nur dem beharrlichen Verlangen der Angehörigen war es zu verdanken, dass die Toten im christlichen Sinne von dem damaligen Pfarrer Schleppinghoff beigesetzt wurden.


im bundesweiten Wettbewerb mit dabei

Filsener Geschichte Stammtisch im bundesweiten Wettbewerb mit dabei

„Orte der Kultur und Begegnung - Ländliche Räume lebens- und liebenswert erhalten“

Unter dem Motto "Orte der Kultur und Begegnung - Ländliche Räume lebens- und liebenswert erhalten“ waren 2014 Ihre Erfolgsgeschichten zu neuen Kulturangeboten im Ort, neuen Organisationsformen und Partnerschaften sowie Kultur und Begegnung in neuen (Frei)Räumen gefragt.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit möchte mit seinen Partnern diese Erfolge identifizieren, bekannt machen und zur Umsetzung weiterer Ideen ermutigen.

Einsendeschluss war der 13. April 2014.

Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen! Die ersten Projekte sind bereits online. Am 1. Juli 2014 wird eine Jury aus unabhängigen Expertinnen und Experten die Preisträger ermitteln und über die Verteilung des Preisgeldes von 20.000 Euro entscheiden. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im September in Berlin statt.
Auslober des Wettbewerbs ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gemeinsam mit den Partnern Deutscher Landkreistag (DLT), Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Deutscher Bauernverband (DBV), Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sowie Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG).



 . . . der Beitrag aus Filsen ist mit folgender Kurzbeschreibung ausgewiesen:

Geschichte(n)-Stammtisch: Aufarbeitung der Dorfgeschichte

Filsen
(Rheinland-Pfalz)

Im kleinen Ort Filsen lebt der geschichtsbegeisterte Alfred Neckenich, der neben thematisch sortierten Chroniken (Pfarrchronik, Schulchronik) außerdem regelmäßig Beiträge zum Heimatjahrbuch des Rhein-Lahn-Kreises verfasst, die Homepage der Ortsgemeinde pflegt und Infokästen im Dorf aufstellt. Doch das eigentlich Besondere an Herrn Neckenich ist die Methode der Datensammlung: denn er hat einen Stammtisch ins Leben gerufen, bei dem Senioren und andere Bürger des Dorfes ihre Geschichten erzählen können. Der älteste Stammtischgast ist 91 Jahre alt! Hier können die historischen Fotografien und Dokumente der Senioren gesammelt und gewertschätzt werden. Aus diesem Fundus entsteht eine sehr persönliche Geschichtsschreibung eines Ortes, die darüber hinaus eine neue Wertschätzung der Senioren des Dorfes hervorruft und ein verbessertes Miteinander von Jung und Alt ermöglicht.


mehr dazu:  www.menschenunderfolge.de/wettbewerb-2014/


Zeitreise -- Dank an Alfred Neckenich

Filsener Geschichte-Stammtisch

aus VG Blatt vom 02.05.2014 Ausgabe 18/14


Zeitreise mit der Nassauischen Kleinbahn von Lahnstein über Braubach und Dachsenhausen durch`s blaue Ländchen

Ortsbürgermeister Berthold Dorweiler dankt Alfred Neckenich


Der 17. Filsener Geschichte-Stammtisch stand (fast) ganz im Zeichen der ehemaligen Nassauischen Kleinbahn. Der gebürtige Filsener und Bahnbegeisterte Peter Stumm hat im Laufe vieler Jahre eine umfangreiche Sammlung alter Fotografien über diese Schmalspurbahn zusammengetragen.

Bevor sich die Teilnehmer auf eine Zeit- und Bahnreise durch das frühere "Blaue Ländchen" einließen, richtete Ortsbürgermeister Berthold Dorweiler das Wort an die mittlerweile fest zum Filsener Dorfalltag zählende Stammtischrunde.

Berthold Dorweiler bedankte sich namens der Ortsgemeinde und des Heimatvereins bei Alfred Neckenich für die Idee und das Engagement zur Gründung und die durchgehende Organisation dieses Stammtisches, der sich im Wesentlichen an die Zielgruppe der geschichtsinteressierten älteren Frauen und Männer des Dorfes richtet.

Dabei, so der Ortsbürgermeister, lebt nicht nur die Dorfgeschichte im persönlichen Austausch wieder auf, da Alfred Neckenich vieles davon auch dokumentiert und die alten Fotos und Dokumente elektronisch erfasst und parallel auch in Papierform archiviert, werden viele Einblicke in die Historie des kleinen Rheindörfchens auch der Nachwelt erhalten bleiben. Hier wurde keine Weltgeschichte geschrieben und hier waren keine Reichtümer zu verdienen, für die Menschen hier im Dorf am Rhein ging es meist nur darum, unter schwierigen Bedingungen den Lebensunterhalt für die Familie zu erwirtschaften.

Namens der Ortsgemeinde und des Heimatvereins Filsen überreichte Berthold Dorweiler an Alfred Neckenich zur Unterstützung und Fortentwicklung des Projektes einen Geldbetrag.


Und dann machten sich die Männer und Frauen mittels einer Fotopräsentation über die Nassauische Kleinbahn auf eine Reise durch Zeit und Raum.

Die Nassauische Kleinbahn, eine Schmalspurbahn im Taunus zwischen Lahn, Aar und Rhein wurde im Sommer 1898 gegründet, die Bahnverwaltung hatte ihren Sitz in Nastätten. Drei dampfbetriebene Kleinbahnen mit einer Spurweite von einem Meter nahmen von hier aus ihre Fahrt auf. Eine Bahn führte zum Rheinhafen nach St. Goarshausen, eine andere Strecke ging über Holzhausen und Katzenellnbogen nach Zollhaus und das dritte Gleis führte über Miehlen, Dachsenhausen und Braubach nach Oberlahnstein. Insgesamt befuhr die Bahn eine Strecke von 77 Kilometer.

Die Nassauische Kleinbahn sollte den nur wenig erschlossenen Taunus mit den Verkehrsadern an Rhein und Lahn und Aar verbinden. Zwar war auch der Personentransport mit einkalkuliert, im Wesentlichen aber galt es Erze, Kalkstein und Holz zu transportieren.
Der aufkommende Kraftfahrzeugverkehr und die nach und nach eingerichteten Omnibuslinien einerseits, andererseits aber auch die ständigen Investitionen in die kurvenreiche Trassierung schufen zunehmend betriebswirtschaftliche Probleme.

Obwohl in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und danach die Nachfrage am schienengebundenen Verkehr, vor allem im Personenverkehr, vorübergehend noch einmal zunahm, wurde der Betrieb in den fünfziger Jahren nach und nach eingestellt.
Während der Kommentierung der Fotoreihe kamen bei Peter Stumm und den anwesenden Geschwistern auch persönliche Gefühle auf. "Von St. Goarshausen aus sind wir in den Monaten nach dem Krieg mit der Kleinbahn auf`s Ländchen zum Hamstern gefahren", so Peter Stumm, "und weil ich der Kleinste von uns war, wurde ich bei den Bauern immer vorgeschickt."

Neben Fotos der Nassauischen Kleinbahn zeigte Peter Stumm auch eindrucksvolle Bilder der Braubacher Kleinbahn, die von der "Braubacher Hütt" ausgehend Güter zum Braubacher Hafen und dem Bahnhof transportierte.


Frühlingshafte Natur - Geschichte Stammtisch an der Grillhütte Filsen

Stammtisch zur Geschichte Filsens


aus: Mitteilungsblatt vom 14.06.2013 24/13

Zum 9. Filsener Stammtisch, der sich in lockeren Gesprächen bei einem Glas Wein oder Bier mit der Geschichte unseres Dorfes beschäftigt, hatte Ratsmitglied Alfred Neckenich eingeladen. Erstmals war auch Ortsbürgermeister Berthold Dorweiler unter den Teilnehmern, da ihn das Thema Flurbezeichnungen/ Gemarkungsnamen besonders interessierte.

Hans Josef Speth erklärte kompetent und auch für jeden Laien verständlich die Herkunft der zum Teil uralten Flurbezeichnungen. So findet sich auf einem Vermächtnis aus dem Jahre 1292 beispielsweise der Hinweis auf einen Weinberg in Filsen "im Loibretzackir auf den Trappen"; es dürfte sich dabei um die noch heute existierende Flurbezeichnung "Auf der Trapp" gehandelt haben. 1370 wird in einer Urkunde erstmals der Filsener Throl genannt (der Rheinhang zwischen Fähre und Dorf). Ein Bopparder Ritter verpfändete an den Grafen von Katzenelnbogen u.a. "einen Weingarten oberhalb des Dorfes Filsen im Trail". Gesprächsthema waren aber auch Flurnamen, die sich auf Anhieb auch dem Laien erschlossen; so z.B. das "Kappesfeld oder auch Kappesfeldchen" im Bereich der heutigen Dorfzufahrt.

Die durch das Hochwasser kleine Gruppe traf sich an der Grillhütte, folgte gebannt den Erklärungen, fragte nach immer neuen Bezeichnungen, vergaß Essen und Trinken nicht und war nicht immer thementreu. Aber genau dieses "Durcheinander" der zahlreichen Themen, Erlebnisse und Anekdoten machte den Nachmittag so interessant.
Ich kann nur allen Bürgern, die sich für Geschichte und Geschichten rund um unser Dorf interessieren, anraten, einmal bei einem solchen Treffen zu "schnuppern".

Ich werde, die entsprechende Zeit vorausgesetzt, gerne wieder teilnehmen.
Alfred Neckenich freut sich neben Ihrem Besuch auch über alle "Altertümchen", die ihm für sein "Archiv" zur Verfügung gestellt werden. Also: Prüfen Sie doch mal, ob Sie Fotos, Bilder, Gedichte, Schriftstücke, Karten oder ähnliches aus der "Alten Zeit" entbehren oder kurzfristig ausleihen können.


Berthold Dorweiler, Ortsbürgermeister


Filsener-Geschichte-Stammtisch

von Alfred Neckenich

aus: Wochenzeitung der VG Braubach-Loreley, Ausgabe KW 50/12, 14.12.2012



Der letzte Filsener Geschichte Stammtisch im Jahre 2012 fand am 30. November im Hotel "Altes Tor" statt.
Auch diesmal machten alte Fotos aus der Filsener Geschichte die Runde und ermunterten zu einem regen Austausch von Erinnerungen. Zuweilen musste tief im Gedächtnis gegraben werden um so manches Anekdötchen zu der einen und anderen abgebildeten Personen zum Besten geben zu können.

Eine besondere Rarität steuert Margret Becker bei. Sie hatte in ihrem Fundus noch alte Ausweisdokumente ihrer Großeltern und Eltern aus der Zeit der französischen Besatzung nach dem ersten Weltkrieg gefunden. Die Personalausweise waren in deutscher, englischer und französischer Sprache verfasst.
Auf dem Deckblatt wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Einwohner über 12 Jahren einen persönlichen Ausweis mitzuführen hatten.
Der Großvater von Margret Becker, der Jakob Hewel, geboren am 11.10.1865 in Filsen, war seinerzeit als Kapitän auf einem holländischen Rheinschiff tätig und benötigte zur Reise nach Holland einen Reisepass. Mit Datum vom 18. Januar 1921 wurde ihm der Reisepass zur mehrmaligen Reise von Filsen über Emmerich nach Holland und zurück zum Zwecke der Gewerbeausübung in der Schifffahrt ausgestellt.


Filsener-Geschichte-Stammtisch

aus: Wochenzeitung der VG Braubach-Loreley, KW 35/12, 31.08.2012

Der letze Filsener Geschichte Stammtisch führte die Teilnehmer in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Alfred Neckenich hatte beim Katasteramt St. Goarshausen eine Kopie der sogenannten Urkarte von Filsen erstellen lassen und die damalige Gebäudestruktur des Dorfes vom Original in diese Kopie übertragen.

Im Jahre 1870 war das Gebiet des ehemaligen Herzogtum Nassau von der preußischen Katasterverwaltung erstmals vermessen und maßstabsgerecht in ein Kataster übertragen worden. Für den Gemarkungsbereich Filsen waren seinerzeit insgesamt 7 Kartenblätter anzufertigen, wobei das damalige Dorf auf dem Kartenblatt 6 gezeichnet ist. Ausweislich der Beschreibung dieses Kartenblattes erfolgte die Aufnahme zwischen dem 1. bis 9. Oktober 1870 durch das Katasteramt des Kreises St. Goarshausen unter Leitung des Personalvorstehers Roth durch den Katastergehilfen Simonis.

Kartiert wurden die Blätter im Sommer und Herbst des Jahres 1871. Ausgewiesen sind auf diesen Kartenblättern nicht nur sämtliche bebauten und unbebauten Parzellen von Filsen; es finden sich auch die damals gebräuchlichen Straßen- und Flurbezeichnungen.

Für die Teilnehmer des Stammtisches von großem Interesse war natürlich die Frage, in welchen Gebäuden denn die Vorfahren wohnhaft waren. Filsen hatte im Jahre 1871 insgesamt 422 Einwohner, davon bei der Einschulung an Ostern des Jahres 88 Schulkinder. Beim Blick auf die Karte und der Wiedergabe der eigenen Erinnerungen und der Schilderungen der Eltern und Großeltern wurde den Stammtischteilnehmern schnell deutlich, dass die damalige Wohnsituation für uns heute kaum nachvollziehbar ist.

Interessant ist auf der Karte auch zu sehen, dass an der Oberstraße, außerhalb der Wachport, lediglich die 4 Häuser eingezeichnet sind, die der Überlieferung nach beim Bau der Eisenbahn (1860-1862) im Bereich der Bahnlinie abgebrochen und an der Oberstraße wieder aufgebaut wurden. Haus und Wirtschaftsgebäude der Familie Karbach (Hotel Altes Tor) sind ebenfalls eingezeichnet, allerdings gestrichelt markiert. Es dürfte sich wohl um ein seinerzeit bereits geplantes und genehmigtes Bauvorhaben gehandelt haben.



Filsener-Geschichte–Stammtisch

 

Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen habe, ist die Geschichte.

Jean Paul, Schriftsteller (1763 - 1825)


aus: VG Blatt der Verbandsgemeinde Braubach, Ausgabe 15/2012


Zu einem ersten Filsener-Geschichte-Stammtisch hatte Alfred Neckenich ins Hotel ALTES TOR eingeladen.
Insgesamt 10 an der Heimatgeschichte des Dorfes interessierte Filsener, darunter sogar zwei „Ehemalige“, die eigens aus Lahnstein und Bad Ems ange- reist waren, hatten ihre nachmittäglichen Rentner- und Pensionärsver-pflichtungen unterbrochen und waren der Einladung gefolgt.
Wie erwartet, machten bald auch schon die ersten alten Fotos und Postkarten die Runde und die „Verzählerei“ begann.

Sich in lockerer Runde bei einem Glas Wein in einem Kreis interessierter Filsener Männer und Frauen über geschichtliche Ereignisse, Gepflogenheiten und Traditionen oder ehemalige Bewohner alter Filsener Häuser austauschen zu können, das ist die Idee dieser Runde. Dabei soll bewusst auch der soziale Charakter eines solchen Stammtisches gepflegt werden.

Geplant ist, den Filsener-Geschichte-Stammtisch im zeitlichen Abstand von jeweils ca. 4 – 6 Wochen abzuhalten. Weitere Geschichtsinteressierte sind dabei natürlich gerne willkommen.